#Mural „Der Mensch, das Maß aller Dinge“

Nachdem das 90 Quadratmeter große Wandbild von Walter Womacka „Der Mensch, das Maß aller Dinge“ vom inzwischen abgerissenen früheren DDR-Bauministerium an der Breiten Straße abgenommen wurde, befindet es sich jetzt an anderer Stelle,  an einem Wohngebäude an der Ecke Friedrichsgracht/ Sperlingsgasse.

„Omnium rerum homo mensura est“. Der Mensch ist das Mass aller Dinge.
„Der Mensch ist das Maß aller Dinge.“ Dieser Satz stammt von dem antiken Sophisten Protagoras, einem Zeitgenossen des Sokrates. Geschrieben im 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, hat der Satz weiterhin große Bedeutung.
1968 schuf Walter Womacka sein Wandbild mit dem Titel Der Mensch ist das Maß aller Dinge“. Das 15 mal sechs Meter messende Monumentalwerk aus 360 emaillierten Kupferplatten zeigt in freier Anlehnung an Leonardo da Vincis berühmten „Vitruvianischen Menschen“ einen Arbeiter oder Architekten, der in einen Kreis eingestellt seinen rechten Arm angewinkelt zur Seite streckt. In seiner Linken scheint er einen Bauplan zu halten. Das Werk setzt sich aus 360 einzeln emaillierten Kupfertafeln von enormer Farbtiefe zusammen.
Mit dem geplanten Abriss des Bau-Ministeriums war 2010 auch der Verbleib des Wandbildes gefährdet. Auf Betreiben des Freundeskreises Walter Womacka e. V. jedoch bewahrte die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) das Werk vor der Zerstörung, sanierte die Emailleplatten und lagerte sie für drei Jahre ein. Seit 2013 befindet sich das Wandbild nun an einem Wohngebäude an der Ecke Friedrichsgracht/ Sperlingsgasse.
Womacka galt als Vertreter des sozialistischen Realismus. Zu seinen Werken, die das Stadtbild prägen, zählen auch der riesige Wandfries am Haus des Lehrers mit dem Titel „Unser Leben“ sowie auf dem nahen Alexanderplatz der „Brunnen der Völkerfreundschaft“. Auch das Wandgemälde am „Haus des Reisens“ stammt von ihm.

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