MEIN FOTOMARATHON 2017

Und wieder ist ein Jahr vorbei; neues Glück, ein neuer Fotomarathon. Dieses mal treffen wir uns um 11:00 Uhr im Monbijoupark. Es ist mein 4. Fotomarathon und ich habe längst begriffen, dass das Mitschleppen der gesamten Fotoausrüstung nichts bringt. Hier geht es mehr um Kreativität.

Also „leichtes Gepäck“ und die Entscheidung steht, ich probiere mal mit dem „Lensbaby“ mitzuhalten. Immerhin macht das Teil jede Menge Spaß und die sternförmige Blendenöffnung gibt nette Bokeh-effekte.

Das Motto lautet: „Alles fliesst“ … und alles Wasser will zum Meer.
Super, Flüsse, Brunnen, Fontänen … sollte doch machbar sein. Vier Stunden Zeit für ca. 4 Kilometer und die ersten 4 Bilder. Auf geht’s.

Thema 1: „Am Anfang war das Wasser
Den Springbrunnen im Monbijoupark lassen wir bewußt aus, da wir annehmen, hier werden sich gleich viele Teilnehmer tummeln. Also erst mal ein Stück an der Spree entlang und dann finden wir einen kleinen Springbrunnen in einem Innenhof der Albrechtstraße. Hier experimentieren wir ein bisschen um die Startnummer ins Bild zu integrieren. Ich entscheide mich für die Wasserflasche im Wasser. Sebastian hat die coole Idee eine Wolke durch seine ausgeschnittene Startnummer zu fotografieren.

Thema 2: „Aus der Mitte entspringt ein Fluß
Meine Idee ist es jetzt am Invalidenpark das von der „sinkenden Mauer“ fließende Wasser möglichst mittig … als wir um die Ecke kommen steht ein Marathon-Teilnehmer bereits im Wasser und macht anscheinend genau das Bild. Also gehe ich auf die Rückseite und nutze das dort in Stufen hinabfließende Wasser während Sebastian den Fluß des Grüns im Park in Szene setzt.

Es ist jetzt schon 14:00 Uhr und wir machen uns mal auf in Richtung Treffpunkt Himmelbeet, einem Gemeinschaftsgarten in der Ruheplatzstraße. Aber Hunger haben wir auch und dann legen wir auch noch eine Mittagspause ein. Ein bisschen panisch bin ich schon, ob das Essen rechtzeitig kommt und ob wir es dann noch rechtzeitig schaffen.

Aber geschafft und den 2. Zettel bekommen. Nächster Treffpunkt ist der Kinderbauernhof Pinke Panke an der Wollankstraße und nun sind es 6 Bilder für die nächsten 4 Stunden. Also auf in Richtung Panke und
Thema 3: „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“ Sebastian hat sein Bild schnell. Lebendige Pflanzen in einer eher urbanen, etwas maroden Umgebung. Ich sehe dann auf der Panke die, gegen den Strom schwimmenden Enten.

Thema 4: „Ich will wieder an die Nordsee“ … ja schön, ich auch … hier gibt’s aber keine Nordsee. Im Bürgerpark gibt es das Café Rosenstein. Da stehen ein paar Strandkörbe und bei einem Eiskaffee entstehen unsere Fotos.


Thema 5: „Hinter’m Horizont geht’s weiter“. Viel Horizont ist hier ja nicht… aber Flugzeuge. Und von dort sieht man sicher auch den Horizont…. und dahinter.

Thema 6: „Purple Rain (in Wedding)“ OK. Erster Versuch war ein lila Stiefmütterchen im Springbrunnen. War aber nicht so toll. Und wenige Minuten später habe ich einen Teilnehmer gesehen, der an dem andren Springbrunnen Blütenblätter im Wasser fotografierte. Ich habe mich dann für den Lavendel entschieden und das Bild auch noch gedreht (danke Bast, für die Idee) um den Regeneffekt zu haben.

Jetzt aber erst mal zum Pinke Panke und Stempel und neue Zettel holen.
Jetzt sind es noch 4 Stunden und 6 Themen und ca 4km bis zum Ziel.

Ausserdem ist es Zeit mal was zu trinken. Wir machen also kurz Pause in der „Mirabelle“. Hier gibt’s übrigens sehr leckeren hausgemachten Eistee und ganz leckere frische, fruchtige Bowle. Essen wollen wir jetzt nicht, wir müssen weiter.

Thema 7: „Venus aus der Panke“. So lange wir ihr auch folgten, Venus zeigte sich nicht. Nicht einmal eine Ente oder Libelle war im/auf dem Wasser zu sehen. Bei einem Abstecher durch eine Kleingartenanlage finden wir dann unsere Venus.


Thema 8: „Badekur“ machen die Pflanzen in einem Ausguss in der Kleingartenanlage.

Thema 9: „Früher war mehr Meer“ … kann schon sein, aber doch sicher nicht in Pankow oder Wedding … Schließlich finden wir an einer Baustelle mein 9. Motiv.

Thema 10: „Mein Haus am See“ … und immer noch kein Wasser oder sogar See in Sicht. Das nächste wäre Weißensee, aber so viel Zeit ist nicht mehr. Welch Glück, dass in einem Vorgarten ein kleiner Brunnen sprudelt.

Thema 11 ist: „Wasser im Wandel“. Meine Idee ist Eis, aber Sebastian möchte kein Eis und ich auch nicht.
Aber durch das Wasser entsteht Leben und das gilt ganz besonders für Pflanzen. Es ist zwar schon ziemlich dunkel, aber für das vorletzte Bild reicht es noch.

Letztes Thema: „Was wollen wir trinken, so ein Durst!“ Der Treffpunkt ist die WWB-Willner Brauerei und dort gibt es auch sicher genug Getränkeauswahl. Nur werden das auch die meisten Teilnehmer so sehen. Wir haben jetzt noch genügend Zeit und gönnen uns eine kleine Auszeit. Hier mache ich mein letztes Bild und kann in Ruhe aussortieren, sichern und löschen.

Am Ende sind wir übrigens über 31km gegangen, haben ein paar neue Ecken der Stadt entdeckt und haben viel Spaß gehabt auch wenn ich beim Nachbetrachten am Rechner feststellen musste, dass ich wieder einmal nicht die Besten Bilder ausgewählt habe….  naja, nächstes Jahr kann ich ja noch mal probieren 🙂

Alle Bilder werden übrigens am 29. und 30. Juli im Magazin der Heeresbäckerei in Kreuzberg ausgestellt.

Ein Gedanke zu „MEIN FOTOMARATHON 2017

  1. Sehr schön! Du hast mit deinem Sohn wirklich gute und kreative Ideen gehabt. Ich bin schonmal begeistert. Jedoch denke ich, dass einige Motive ohne das Lensbaby besser zur Geltung gekommen wären.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert