#365 Minus 22

Wenn du aufgeben willst, denk darüber nach, warum du angefangen hast.

Ich habe dieses Projekt gestartet, munich täglich mit meinen Fotos auseinanderzusetzen und diese zu verbessern. Ich habe aber gemerkt, dass es in den letzten Wochen oft ein Krampf war noch schnell ein Tagesbild zu machen. Wenn es aber keinen Spass macht, dann höre ich lieber auf.
Natürlich gibt es weiterhin Fotos. Nur den Hastig #365 wird es nun nicht mehr geben.

#365 /Tag 212 Herakut im Urban Nation

And forever they would walk from the shores to the parliaments to haunt those who had let them drown.
Für immer werden sie gehen von den Ufern zu den Parlamenten, um diejenigen zu verfolgen, die sie ertrinken ließen.

Heute waren wir wieder einmal in Sachen „Streetart“ unterwegs. In Schöneberg (Bülowstraße 7) gibt es das URBAN Nation, ein Streetartmuseum. (Ja, klingt irgendwie falsch, da Streetart ja auf die Straße gehört) Aber es ist wirklich sehenswert und ein Post dazu folgt in Kürze.
Auch dieses Bild von Herakut hängt im Museum. Ich mag dieses Künstlerduo ganz besonders. Ihre Bilder sind so voller Ausdruck; die Augen so lebendig …

Für das Urban Nation Museum haben Herakut das Bild von zwei Flüchtlingsfrauen angefertigt, einer Mutter mit Kind. Die beiden tragen orangefarbene Schwimmwesten und Kronen aus Perlen wie Königinnen.
„Queens of the Sea“, heißt das Werk. Es ist nicht besonders groß, etwa eineinhalb Meter hoch. Und dennoch schauen die beiden Frauen so bohrend, dass man den Blick kaum abwenden kann.
Packende Street Art muss eben nicht immer gleich eine Hauswand füllen.

Weitere Bilder der Künstler, die ich schon mal gebloggt habe sind:
#Mural „Apfelbaum“ 
#Mural herakut „My home…“
#365 /158 #Mural „..solange du aufrecht stehst“ HERAKUT& WES 21 & ONUR

#Mural „Aufbau der Republik“ 1952

Das Detlev-Rohwedder-Haus entstand 1935 auf Veranlassung Hermann Görings für das Reichsluftfahrtministerium und war mit über 2.000 Räumen das damals größte Bürogebäude Berlins.
1949 wurde hier die DDR gegründet und Wilhelm Pieck zum Staatspräsidenten gewählt. Danachwurde das Gebäude von verschiedenen Ministerien der DDR genutzt und offiziell „Haus der Ministerien“ genannt. Am nördlichen Pfeilergang war 1941 der „Soldatenfries“ angebracht worden und zeigte nach Osten ziehenden Wehrmachtssoldaten Dieser wurde durch das Wandbild „Aufbau der Republik“ von Max Lingner (1888-1959) ersetzt. Weiterlesen „#Mural „Aufbau der Republik“ 1952“

#Mural Baugerüst von Fabian Fritz

Berlin ist voll von Wandbildern – manchmal versteckt, in Hinterhöfen, Treppenhäusern oder Hausdurchgängen und oft aber aber auch gut sichtbar. Und trotzdem laufen wir manchmal an ihnen vorbei. Zum Beispiel an diesem hier:

Das Bild von 1987 flankiert zusammen mit einem anderen Wandbild von 1960 den Eingang zur Mehlitzstraße von der Berliner Straße her in Berlin Charlottenburg. Die Darstellung ist so realistisch, daß ich tatsächlich nicht gleich gesehen habe, dass es ein Bild ist. Renate hatte mich hierher geführt und ich habe sofort das Bild auf der linken Seite fotografiert, ohne zu erkennen, dass auch die rechte Seite ein Bild ist.
Der Künstler ist Fabian Fritz (1956 in der Steiermark geboren), der zunächst als Straßenmaler unterwegs war. Der Auftraggeber (Baron von Derschau) sah damals Fabian Fritz beim Straßenmalen zu der erhielt den Auftrag für das Wandbild an Mehlitzstraße 1.

Der Bauherr aber steht hier auf dem Gerüst mit dem Bauplan in der Hand. Fabian Fritz malte sich als aufrecht stehender Anstreicher.  Sein Freund Markus Beer, der bei der Herstellung mitwirkte sitzt dem Betrachter zugewandt.

Zu dem Bild gegenüber, dass Entstehung und Aufbau Charlottenburgs symbolisiert, habe ich leide bisher keine Informationen gefunden.

#Mural „Wenn der Vater mit dem Sohne“

Gerd Neuhaus zählt zu den frühesten und mittlerweile bekanntesten Berliner Fassadenmalern. Auf Berliner Hauswände drapiert er seit den 70er-Jahren seine Variante des Realismus, malt auf Giebel, Brandwände und Fassaden riesige Bilder. Detailgetreu gezeichnete Bilder. Bilder, die mit der Illusion eines dreidimensionalen Effektes spielen.
An der Stübbenstraße 7 in Schöneberg hat er ein solches Bild geschaffen (sein fünfzigstes Wandbild).
Weiterlesen „#Mural „Wenn der Vater mit dem Sohne““